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Lernen auf der Friedensburg
Legendenumwobene Besitzer
Burg Schlaining in der Nähe der Stadt Oberwart, liegt an einem ehemals strategisch wichtigen Punkt, an der Kreuzung mehrerer Handelsstraßen von Szombathely (Steinamanger), Graz, Wiener Neustadt und Sopron (Ödenburg). Der Name „Schlaining“, der sich damals auf die Burg bezog, wird 1271 als „castrum Zloynuk“ erstmals urkundlich erwähnt. Damals war die Burg im Besitz der Herren von Güns-Güssing. Im 15. Jahrhundert erwarb dann Andreas Baumkircher die Festung. Sein Name ist heutzutage in der Region von vielen Legenden umwoben – die sogenannte „Baumkircherfehde“ (1469-1471) gegen Kaiser Friedrich III führte schließlich zu Baumkirchers Hinrichtung in Graz. Seine Enkeltochter Barbara konnte dann die Besitzungen noch eine Zeit lang halten, musste sie aber nach jahrelangem Rechtsstreit von 1527 bis 1544 an die Adelsfamilie Batthyány abtreten, die über 300 Jahre lang die Eigentümer blieben. Erst nach der Hinrichtung Ludwig Batthyánys 1849 fiel die Burg wieder neuen Besitzern zu, darunter die ungarische Kammer, der Eisenbahnpionier Dr. Franz Schmidt, Dr. Demeter Selesky und die ungarische Hermesbank sowie der ehemalige österreichische Bundesminister DDDr. Udo Illig.
Seit 1980 gehört die Burg dem Land Burgenland, ist als Museum eingerichtet und bietet zusätzlich mehrere Seminar- und Konferenzräume. Die Idee, eine Friedensburg zu schaffen, kam von Kulturlandesrat Dr. Gerald Mader. 1983 wurde in der Burg Schlaining das Institut des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) eingerichtet. Somit entstand ein Ort der Begegnung und des respektvollen Dialogs.
Erleben Sie die vielfältige Geschichte der Friedensburg Schlaining unter dem Leitgedanken „Von der Wehrburg zur Friedensburg„! In der malerischen Kulisse der Burg werden Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise durch sechs fesselnde und interaktive Ausstellungen geführt – von den Zeiten der mittelalterlichen Festung bis hin zum Zentrum des Friedens.
Die Burg Schlaining ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein lebendiges Zentrum der Bildung und des kulturellen Austauschs. Die zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen, die hier stattfinden, machen sie zu einem wichtigen Treffpunkt für Menschen aus aller Welt, die sich für Geschichte, Frieden und interkulutrelles Lernen interessieren.
Im sanierten Kellergeschoss gibt die interaktive Schau „Burggeschichten“ faszinierende Einblicke in die Historie der Burg. Die Ausstellung „Burgenland ab 1921“ befasst sich in kompakter Form mit der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Burgenlandes. Schlagworte wie Energiewende, Sonnenstrom oder Windkraft behandelt die erste Schau im Bereich „Burgenland aktuell„. Jährlich wird dort ein Thema aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft präsentiert.
Die Sonderausstellung „Dunkle Zeiten. Von Tätern und Gerechten“ widmet sich auf emotionale Weise der Zeit des nationalsozialistischen Terrors im Burgenland, von Menschen, die sich dem NS-Regime anpassten, sich an der Not anderer bereicherten, sie misshandelten, verfolgten oder sogar ermordeten. Erzählt wird aber auch von denhenigen, die Widerstand leisteten, Verfolgten halfen und sich dabei selbst in Gefahr brachten.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Friedensburg Schlaining
Rochusplatz 1
A-7461 Stadtschlaining
Dauer- und Sonderausstellungen in der Friedensburg Schlaining
Di – So & Feiertage 09:00 – 17:00 Uhr
Ausstellung in der ehemaligen Synagoge
Di – So & Feiertage 10:00 – 16:00 Uhr
(max. 3 Kinder bis 15 und 2 Erwachsene)
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23. Juli 2026 - 26. Juli 2026Entfernungen und Zeiten sind Schätzungen basierend auf der geraden Entfernung von diesem Standort.
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